Tools für interaktive Whiteboards

Tipps und Tricks für den IWB-Einsatz

Effektive Implementierung von IWB durch professionellen Entwicklungsplan

Als ihre Schule vor vier Jahren eröffnet wurde, war das Lehrerteam sehr daran interessiert, die neuen Interactive Whiteboards (im Folgenden kurz: IWB) möglichst effizient einzusetzen.

(Quelle: Community Promethean Planet)

Zu den Aufgaben von Adina Popa zählte und zählt es, die Lehrer in der Anwendung der Tafeln zu schulen. Dazu erstellte sie einen Ausbildungsplan, den sie jährlich an die aktuellen Erfordernisse anpasst. Damit die IWBs nicht ausschließlich dazu genützt werden, Inhalte wie auf einer herkömmlichen Tafel darzustellen oder Videos abzuspielen, war es ihr Ziel, die Vielseitigkeit der Nutzung im Curriculum zu verankern. Beim Entwerfen ihres Plans hielt sie sich an die Vorschläge von Marzano (2009) und Betcher (2009).

Obwohl eine ständige Anpassung an die neuesten Entwicklungen erforderlich ist, stellt sie den Plan in den Grundzügen vor. Das Ziel ist, dass alle Lehrer der Schule bis zum Ende des Schuljahres den Umgang mit einem IWB beherrschen sollen.

Aus jedem Fachbereich schließen sich Lehrer in einer Expertengruppe zusammen. Es gibt Spezialisten für Design, für den Einsatz der Tools im Mathematikunterricht, für den Zeichenunterricht, für Multimediaeinsatz sowie natürlich für den Einsatz im Sprachunterricht. Die „Morgenroutine“ wird von einem Kindergärtner / einer Kindergärtnerin durchgeführt. Die Lehrinhalte werden in drei Modulen, in der Form von herkömmlichem Unterricht und online, vermittelt.

Beim Training für die Verwendung von IWBs sind einige Punkte zu beachten:

  • Es muss genügend Zeit für die Ausbildung und Übung zur Verfügung stehen.
  • Die Arbeit mit IWBs muss sowohl für Lehrer als auch für Schüler als wertvoll angesehen werden. Der Nutzen soll für beide Seiten sichergestellt werden.
  • Um den Erwerb verschiedenster Kompetenzen zu sichern, ist es wichtig, Vertrauen zu entwickeln und in einer angenehmen Atmosphäre zu lernen.
  • Hilfreich ist es, eine kleine Gruppe von Lehrern zu bitten, ab und zu Minilehreinheiten für diejenigen anzubieten, die ein Problem bei der Anwendung oder eine Frage haben.
  • Es sollte auch ein Kontrollsystem eingerichtet werden, um den Unterricht auf modernstem Niveau zu garantieren.
  • Obwohl die genannten Maßnahmen Zeit und Anstrengung erfordern, werden sie sich lohnen.

Weiters führt Adina Popa noch geplante Aktivitäten an. Hilfestellungen und freiwillige Trainingstage werden angeboten. Außerdem gibt es eine Plattform, in die Videos und erfolgreiche Stundenkonzepte gestellt werden können und so für das Lehrerteam zugänglich gemacht werden.

Adina Popa hofft, mit ihrem Konzept, interaktives Lehren und Lernen nicht nur an ihrer Schule zu fördern, sondern in jedes Klassenzimmer zu  bringen.

Nachdem auch ich als Studierende der PHT eine Kurzeinführung in der Verwendung eines IWBs erhalten habe, kann ich mir vorstellen, dass der Einsatz einer solchen Tafel von großem Nutzen ist, wenn man sich als Lehrer sicher in der Anwendung fühlt. Meiner Meinung nach ist die Einführung an der PHT dafür viel zu kurz und hat nur einen Hauch des Möglichen bei mir hinterlassen. Ich würde mich auf jeden Fall in einen Lehrgang für das Arbeiten mit einem IWB einschreiben, wenn ich an einer Schule unterrichten soll, die technisch dementsprechend ausgestattet ist. Die Anwendung eines Ausbildungskonzepts wie im Artikel beschrieben wäre in diesem Zusammenhang natürlich wünschenswert. Von der Realisierung derartiger Pläne sind wir aber nach den derzeitigen Arbeitsbedingungen an unseren Schulen wohl noch etwas entfernt.

Michaela Lindner

Ich finde es eine wirklich gute Idee, einen solchen Plan zu gestalten. Immerhin sind die interaktiven Tafeln vollkommen neu für die meisten LehrerInnen. Natürlich bringen sie große Vorteile für den Unterricht und es bieten sich Möglichkeiten, die es vorher nie gegeben hatte. Gerade deshalb ist es wichtig, die LehrerInnen gut mit den neuen Geräten vertraut zu machen. Ein paar Stunden werden hier wohl nicht ausreichen, aber ich finde, dass es sich auszahlt, seine Zeit dafür zu opfern. Werden die Geräte nicht wirklich genützt, ist es wohl schade ums Geld.  Ich persönlich hätte auch gerne einen solchen Plan, da mir der Umgang mit der IWB noch nicht ganz perfekt gelingt.

Julia Steiner

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